Leute, die ihre Tweets erklären. Ich.

Ich muss nochmal auf das Thema E-Books zurückkommen, denn zu meinem Tweet

Kindle-App installiert. Check. E-Book bei Amazon gekauft. Check. E-Book wird geliefert: Per Post. Ich kann die Sendung im Netz verfolgen.:-)

gab’s ja hier im Blog schon die Langfassung in meinem Eintrag Mein erstes E-Book. Meinen Nachfolgetweet

Segen oder Fluch? „e-books inevitably will also become fluid“ #reamde #error #amazon #ebookupdate http://news.cnet.com/8301-30685_3-20113877-264/e-book-missing-content-amazon-must-do-better/

habe ich hier aber noch nicht erklärt. Dies will ich denn also hiermit nachholen. Es begab sich wie folgt:

In dem Nachtrag (als Kommentar) zu meinem Blogeintrag „Mein erstes E-Book“ hatte ich auf eine Diskussion bei Google+ verlinkt, die dort gerade stattfand. Dort ging es u.a. um Langzeit-Archivierung von E-Books. Jürgen Kuri fragte „Wer garantiert mir, dass in 50 Jahren (oder von mir aus auch in 10) die Amazon-Cloud noch die von mir gekauften Bücher vorhält?“

Eine Antwort auf diese Frage fand ich ganz woanders, nämlich bei c|net. Dort endet ein Artikel mit dem Satz „Because–just as live blogs elbow in on newspaper stories, cameras get major upgrades years after release, and software becomes a continually updated work in progress–e-books inevitably will also become fluid.“ Dort wurde also davon ausgegangen, dass es in Zukunft nicht mehr immer noch überhaupt was zu archivieren gibt, weil Bücher nicht nur neu nachkommen, sondern sich viele davon dann selber auch noch ständig weiter verändern.

Dass diese Vision nicht dumm ist, sagt mir auch ein Gespräch, das wir gerade kürzlich beim Abendessen mit Gästen hatten. Hier wurde als größter Vorzug von E-Books genannt, dass sie nicht veralten, weil man quasi ein Abo auf dessen laufende Inhaltsaktualisierungen kauft. Zumindest bei Fachbüchern. Aber auch bei Belletristik sind Aktualisierungen völlig real, wie ich feststellen musste, als mich die taz bei der Lektüre ihrer fingerschwärzenden Print-Ausgabe auf Reamde anfixte, das gerade auf deutsch erschien. Ich erkundigte mich nach dessen engl. E-Book und stieß so auf den o.g. c|net-Artikel, in dem es um in der Kindle-Edition aktualisierten „missing content“ von genau diesem Buch ging. Wie klein die Welt doch ist!

Dieses Kindle-E-Book habe ich nun übrigens zum kostenlosen Probeanlesen auf dem Handy. Gefällt es mir, kann ich es mit einem Klick für ca. 5 Euro kaufen. (Auf deutsch würde es 20 Euro kosten, was vollkommen pervers ist, wenn man bedenkt, dass man es nicht verleihen oder überhaupt weitergeben kann.) Sehr klasse finde ich auch, dass in der Kindle-App ein exzellentes Dictionary integriert ist. Mit einem Klick auf ein engl. Wort kriegt man dessen Beschreibung eingeblendet — wahlweise auf deutsch oder englisch (was ich deutlich bevorzuge, weil man die Sprache nicht verlässt). Man kann sich da kaum noch vorstellen, dass man früher ganze Wörterbuch-Wälzer mit den Urlaub genommen hatte, weil man ausgerechnet dort engl. Bücher lesen wolle. Und dann das mühsame Blättern!

Ok, diesen Blogeintrag muss ich nun, wie schon „Mein erstes E-Book“ in der Kategorie „misslungene Texte“ ablegen, denn ich habe wieder nur geplappert und nichts gesagt. Nichts zu sagen habe ich auch zu dem Beitrag von Simona H. bei Google+, die sich ebenfalls auf den nun schon zweimal von mir genannten Text von Kuri bezieht. Sie treibt jedoch eher das Problem um, dass seltene Klassiker derzeit noch kaum als E-Book zu kriegen sind. Ich kann da leider nicht helfen, zumal für mich das E-Book-Thema noch so neu ist, dass meine Gedanken dazu noch so wirr sind, wie meine Versuche, darüber zu bloggen. Und ich habe ja auch noch nicht einmal ein richtiges Lesegerät (E-Ink-Reader oder Tablet). Aber das kommt…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter misslungene Texte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Leute, die ihre Tweets erklären. Ich.

  1. York schreibt:

    Nach knapp vier Wochen hier noch ’ne (planlos hingerotzte) kurze Aktualisierung: Zum Lesegerät-Thema hatte ich später bei Google+ eine Diskussion. Erstmal dazu ein paar Korrekturen:

    1. Am 13. November gab’s zwar ein paar Minuten lang ’nen Schwung „Nexus 7 3G“-Geräte auf Google Play, allerdings waren die Server zu überlastet, um tatsächlich eins davon bestellen zu können. (Und das, obwohl die Bekanntgabe-Mail der Bestellbarkeit für die Vorgemerkten erst später rumging, nämlich als die Geräte schon wieder ausverkauft waren.) Neu vormerken lassen, kann man sich nicht mehr.

    2. Das an ganz wenige dann doch ausgelieferte Nexus 7 3G, obwohl zeitgleich mit Nexus 4 und Nexus 10 erschienen, enthielt noch kein installiertes Android 4.2, sondern noch 4.1. Auch OTA-Updates für bestehende Nexus 7 wurden bisher nur vereinzelt gesichtet. (Anleitungen für manuelle Updates wie z.B. diese kann man nicht ernst nehmen.) Benutzerverwaltung gibt es also noch nicht für das Nexus 7.

    3. Auch das iPad Mini 3G (bzw. 4G) ist noch nicht wirklich erschienen. Die entsprechende Fassung ist vorerst nicht erhältlich. Abgesehen davon ist es nicht nur preislich keine Option (und wegen der fehlenden Benutzerverwaltung), sondern vor allen wegen des für ein designiertes Lesegerät unbrauchbaren Displays. Auf nur 163 ppi kann man keine Texte lesen. (Mit den 216 ppi des Nexus 7 geht es so gerade eben.)

    4. Auf UMTS würde ich bei einem 7″-Tablet inzwischen bestehen. Insbesondere wenn man dann doch noch mal ein dedizierteres weiteres Buchlesegerät bekäme, würden sich ganz schnell zentrale Use Cases für das Tablet ergeben, die mit Tethering über’s Handy nicht praktikabel wären (z.B. wegen Datenvolumen, Akkulaufzeit, Netzqualität oder einfach Umständlichkeit).

    Ein weiteres Update noch zur Hardwarebeschaffung:

    5. Einen Kindle Paperwhite habe ich nun auch bestellt. Er soll erst nächstes Jahr geliefert werden, aber ich habe mich entschieden, den Vergleich haben (= in der Praxis ausprobieren) zu wollen. Hier habe ich mich aber für die Version ohne 3G entschieden. Die beim Kindle dadurch verlorenen Use Cases rechtfertigen keine 47% Aufpreis. Außerdem werden „Persönliche Dokumente“ aus der eigenen Kindle-Bibliothek ohnehin nicht kostenlos über UMTS ge-whispersync-t, sondern nur echte Kindle Editions der Bücher. WLAN reicht da vollkommen.

    Dann eine Aktualisierung zu der Inhalte-Beschaffung:

    6. Das oben erwähnte Buch Reamde habe ich mir nach Studium der Leseprobe inzwischen gekauft. (Bisher finde ich es großartig. Fantastisch geschrieben, superspannend und hochinteressant. Es macht richtig Spaß und süchtig, darin zu lesen.)

    7. Das im Nachtrag zu „Mein erstes E-Book“ erwähnte verwasserzeichente (aber DRM-freie) E-Book habe ich nun auch in der Kindle-Leseapp auf meinem Handy. Ich habe jetzt also alle Bücher an zentraler Stelle. Auch für zukünftige verDRMte Bücher habe ich mich nun für das Kindle-Ökosystem entschieden. Es ist in Sachen Synchronisation von Notizen, Markierungen und Lesepositionen, sowie vom Bestand aktueller englischsprachiger Bücher im Vergleich unschlagbar. Außerdem sind die Geräte gut. Besonders gut finde ich die große Bibliothek qualitativ hochwertiger und gut umgesetzter kostenfreier E-Books (alte, aber umso interessantere Texte).

    Und noch eine Erkenntnis:

    8. Echt verbesserbar sind die Kindle-Leseapps. Bücher leihen geht z.B. nur mit den Hardware-Kindles. Und für „Persönliche Dokumente“ (das sind z.B. die eigenen in MOBI konvertierten EPUBs) aus „Ihre Kindle-Bibliothek“ gibt’s die „Liefern an“-Aktion nur für Lese-Apps vom Typ „Android-Geräte“, aber NICHT für den Typ „Windows PC“. Ich kann also meine E-Books aus Nicht-Amazon-Quellen nicht in der Kindle-App am PC lesen, und damit deren Leseposition und Anmerkungen/Notizen nicht syncen. Immerhin geht es zwischen Android-App und Hardware-Kindle (dem Paperwhite), was mir als Use Case reicht, denn a Notebook lese ich keine Bücher.

    Gerne loslegen würde ich mit dem Ausprobieren der größeren Lesegeräte (Nexus 7 und Kindle Paperwhite). Leider sind beide wie gesagt die nächsten Wochen nicht lieferbar. Aber so lese ich eben erstmal auf dem Handy weiter.

  2. York schreibt:

    Ich möchte diesen Beitrag eigentlich nicht mit Updates versorgen, da er es nicht wert ist. Zwei Dinge dennoch, falls dies womöglich jemand liest:

    1. Als ich Ende November das Nexus 7 3G erhielt, kam gleich ein OTA-Update auf Android 4.2.1 mit wunderbar funktionierender Benutzerverwaltung. Also alles fein mit dem Gerät.

    2. Die Bestellung des Kindle Paperwhite habe ich storniert. Ich brauche kein drittes Lesegerät.

    Über meine beiden Beiträge zum Thema „York entdeckt E-Books“ hier im Blog in der Kategorie „misslungene Texte“ werde ich bestimmt irgendwann schmunzeln. So ein Erstkontakt mit etwas Neuem ist ja im Nachhinein immer peinlich. Ich bin auch ziemlich spät dran, denn die Welt der E-Books ist für sehr viele Menschen seit Jahren normal. Andererseits gibt es immer noch Menschen, die Totholzobjekte für „richtige Bücher“ halten, obwohl man da den Text gar nicht hat, sondern nur angucken darf. Analog dazu wären nur LPs richtige Musik. Im MP3-Zeitalter ist das offenkundig Quatsch, da die holpernde Nadel nicht die Musik ausmacht, sondern allenfalls den nostalgischen Kult der historischen Handhabung. (Was ja aber auch nicht schlecht und nicht weg ist.)

  3. 10 minute trainer schreibt:

    Hey there! This is kind of off topic but I need some guidance from an established blog.
    Is it very hard to set up your own blog? I’m not very techincal but I can figure things out pretty fast. I’m thinking about creating my
    own but I’m not sure where to begin. Do you have any tips or suggestions? With thanks

Leave a Comment

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s