Nichts bereut

Ich habe Lust, etwas völlig Simples und Banales zu bloggen. Das letzte war ja vorgestern der Kommentar an den letzten Eintrag in diesem Blog und am Tag davor der Jubiläums-Eintrag in dem alten Blog. Heute kommt mal was mit viel weniger Text und dafür Bildern:

01 P1280263_cr2

Dies ist ein typisches 14x-gezoomtes Bild, wie ich es oft mit meiner 2007 gekauften Bridge-Kamera gemacht hatte. Es ist scharf, klar und rauschfrei und hat kräftige Farben. Zu sehen ist hier ein 500×500 Pixel großer Ausschnitt aus dem JPG aus der Kamera. Und selbst der ist noch in Ordnung.

Vorgegeben war 1/125s Belichtungszeit, und da das Objektiv schon bei Blende 3,6 durchgängig scharfe Bilder macht und diese niedrige Blendenzahl auch bei 14x Zoom noch schafft, kam ich mit ISO 100 hin.

Und jetzt der Versuch, das gleiche Bild mit der fünf Jahre später gekauften (und 2,5mal so teuren) Spiegelreflex-Kamera zu machen. Auch hier ist ein 500×500 Pixel großer Ausschnitt aus dem JPG aus der Kamera zu sehen, und die Vorgabe war ebenso 1/125s Belichtungszeit:

02 IMG_9359_cr2

Es fällt auf:

1. Trotz mehr Pixeln (18 statt 8) komme ich wegen des schwächeren Zooms (7,5x) nicht so nah ans Motiv ran wie mit der Bridge.

2. Da das Kit-Objektiv im Telebereich erst ab Blendenstufe 8,0 halbwegs scharfe Bilder macht (das allerdings auch nur im Mittenbereich), brauchte ich bei dieser Kamera für das gleiche Bild ISO 400.

3. Klar und rauschfrei ist das Bild auch, aber es ist weniger scharf und hat weniger Dynamik als das Bild der Bridge-Kamera.

Klingt nach Mimimi, ist aber erstmal einfach nur festgestellt. Und einen hab‘ ich noch: Nach diesem Test mit der Telereichweite nun noch einen zur Weitwinkelverzeichung:

03 P1280266_cr

Dies ist ein mit der Bridge gemachtes (nachträglich auf das Format 3:2 beschnittenes) Bild von einer Wand. Hier nun die (unbeschnittene) Fassung mit der Spiegelreflex:

04 IMG_9365

Es fällt auf: Das Bild wirkt wie auf eine Kugeloberfläche gebogen. Die Linien im Außenbereich — horizontal wie vertikal — sind nicht annähernd so gerade wie bei der Bridge.

Und noch ein dritter Unterschied (diesmal ohne Beispielbild): Gibt man Belichtungszeit, ISO-Wert und Motiv vor, wählen alle Kameras dieselbe Blendenzahl — unabhängig von der Sensorgröße. Aber je größer der Sensor, desto geringer die Schärfentiefe. Oder anders gesagt: Desto höher muss man die Blendenzahl für die gleiche Schärfentiefe wählen — und diese für die gleiche Belichtungszeit mit einem entsprechend höheren ISO-Wert ausgleichen. Unter Lichtempfindlichkeit wird irreführend oft verstanden, wie niedrig man die Schärfentiefe wählen kann. Versteht man unter höherer Lichtempfindlichkeit aber bessere Bildqualität bei gleicher Belichtungszeit und gibt für den Vergleich eine Schärfentiefe vor, dann sind Bridge-Kameras mit ihrem kleinem Sensor oft lichtempfindlicher als Spiegelreflex mit ihrem großem Sensor.

Tja, das war’s schon. Wie ich eingangs schon sagte: Völlig simpel und banal dieser Blogeintrag.

Und jetzt noch das Positive: Ich wusste all das vorher und hatte die auch um ein Vielfaches schwerere (und nur geräuschvoll auslösende) Spiegelreflex trotzdem gekauft. Hiermit möchte ich kundtun, dass ich es nicht bereut habe. Das Fotografieren macht damit einfach mehr Spaß!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Keine Kategorie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Nichts bereut

  1. Pingback: Fischerhude | Wolkenstich

Leave a Comment

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s