Schade Apple

Heute mal ein ganz kurzer Beitrag. mobiFlip schreibt eben in MacBook Pro 2016: Ein Kommentar zu den neuen Apple-Notebooks folgendes:

  • „Apple hatte mein Interesse geweckt. Allerdings nicht mit der Touch Bar, das ist eine kleine und nette Spielerei, aber in meinen Augen vollkommen überflüssig, sondern mit dem Modell ohne Touch Bar. Doch dann gab es die finalen Details.“
  • „Das aktuelle Lineup spricht mich aber nicht an. Am liebsten wäre mir ein Display-Upgrade für das Air gewesen. Einfach nur ein Retina-Display und so wie es ist weiter verkaufen.“

Interessiert man sich für ein 13″-Gerät, würde ich beidem zustimmen. Im Vergleich des 13″ MacBook Air mit dem alten 13″ MacBook Pro gewinnt nämlich kein Gerät:

  • Air ist schicker
  • Air ist dünner und leichter
  • Air hat höhere Bildschirmauflösung (1440×900 statt 1280x800retina)
  • Air hat längere Akkulaufzeit
  • Pro hat HDMI-Ausgang
  • Pro hat Force Touch Trackpad
  • Pro hat Display mit IPS-Panel (statt TN-Panel)

Das K.O.-Kriterium beim Air ist das TN-Panel des Displays. Das K.O.-Kriterium beim Pro ist die Display-Auflösung.

Im Vergleich des alten 13″ MacBook Pro mit dem neuen 13″ MacBook Pro ohne Touch Bar gewinnt auch kein Gerät:

  • neu ist dünner und leichter
  • neu hat helleres Display
  • neu hat größeres Touchpad
  • neu hat bessere Lautsprecher
  • alt hat das kultige MagSafe (neu nicht mehr)
  • alt hat einen SDXC-Karten-Slot (neu keinen mehr)
  • alt hat zwei USB-3-Anschlüsse (neu gar keine mehr)
  • alt hat HDMI-Ausgang (neu nicht)
  • alt hat eine bessere Tastatur

Das K.O.-Kriterium Display-Auflösung ist also geblieben. Und ein weiteres ist dazugekommen: Adapterpflicht für alles.

Auch mein Fazit ist also: Hätte das 13″ MacBook Air ein Display mit IPS-Panel bekommen, wäre es das perfekte Gerät. Aber das K.O.-Kriterium wurde nicht verändert. Stattdessen gibt es das 13″ MacBook Pro nun sogar gleich in drei Varianten: alt, neu und neu mit Touch Bar — und das mit Touch Bar dafür dann ohne ESC-Taste. Auf sowas muss man erstmal kommen.

Sofern ich richtig geguckt habe (denn bei Apple-Produkten recherchiere ich traditionell immer schlampig) unterscheiden sich das 13″ MacBook Pro alt und neu (bei jeweils 8GB / 256GB) vom Preis her übrigens nur um 10 Euro (€1.689,00 bzw. €1.699,00). Das zum neuen 13″ MacBook Pro etwa gleich dünne und gleich leichte 13″ MacBook Air ist mit €1.349,00 aber auch nur €350,- billiger. Für ein Gerät mit TN-Panel ist der Preis viel zu hoch. Ich sag’s daher nochmal: Mit IPS-Panel wäre es das perfekte Gerät.

Aber so sind alle vier 13″-MacBooks keine Option. Selbst wenn man sich das K.O.-Kriterium Display-Auflösung beim Pro wegdenkt, hat man die Wahl zwischen einem veralteten und klobigeren Gerät und einem ohne Anschlüsse und ohne MagSafe und einer zurückentwickelten Tastatur (wahlweise mit oder ohne der peinlichen Touch Bar).

Schade Apple. Dann bleibt es eben bei nur einem MacBook in der Familie.

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Kurzer Nachtrag am 2016-12-16: Meine obige Bemerkung „denn bei Apple-Produkten recherchiere ich traditionell immer schlampig“ muss man durchaus ernst nehmen. Konkret scheint hier z.B. mein Punkt „Air hat höhere Bildschirmauflösung (1440×900 statt 1280x800retina)“ falsch zu sein. Im Artikel Schöne Enttäuschung! schreibt Golem nämlich heute „Neu ist die skalierte Standardeinstellung mit einem Bildeindruck von 1.440 x 900 Pixeln statt der 1.280 x 800 Pixel der Vorgänger. Das kann leicht unscharf aussehen, aber in der Regel ist die Auflösung ein guter Kompromiss zwischen Lesbarkeit und verfügbarem Displayplatz.“. Vermutlich wird also bei den neuen Macs ein Down-Sampling mittels Full Screen Anti Aliasing von der 2x-Auflösung 2880×1800 auf das 2560×1600-Display gemacht. Wie genau das beim iPhone funktioniert, hatte ich vor einigen Jahren in Skalierung der Darstellung auf den neuen iPhones beschrieben. Hier bei den Macs jedenfalls bedeutet es, dass die Auflösung in logischen Pixeln beim neuen 13er Pro genauso ist wie beim 13er Air und in physikalischen Pixeln genau so wie beim alten Pro. Dem Fazit dieses Artikels tut das allerdings keinen Abbruch, denn in dem hatte ich durch die Bemerkung „Selbst wenn man sich das K.O.-Kriterium Display-Auflösung beim Pro wegdenkt […]“ ja bereits deutlich gemacht, dass das dafür nicht ausschlaggebend war.

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